Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs

Upphovsman/kvinna: Lagerborg Rolf
Utgivningsår: 1907
Publicerad i Filosofia.fi: 30.07.2008
Archiv für die gesamte Psychologie IX. Band 4. Heft., Engelmann, Leipzig 1907.

Scan/transcription Filosofia.fi 2008.

Bilagor

Zur Abgrenzung: RLZurAbgrenzung015.pdf


Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs

von

Rolf Lagerborg


Sonderabdruck aus: »Archiv für die gesamte Psychologie«.    IX. Band, 4. Heft.


Leipzig
Wilhelm Engelmann
1907



Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs.


Von

Dr. phil. Rolf Lagerborg (Helsingfors).



Mit dem Vortrage S t u m p f s auf dem Würzburger Psychologenkongreß nebst seinem Aufsatz »Über Gefühlsempfindungen« (Zeitschrift für Psychologie. Bd. 44) sowie auch durch K e l c h n e r s Bericht über neue Literatur zur Bestimmung des Gefühlsbegriffs ist die Frage der Grenzregulierung zwischen Empfindung und Gefühl von neuem an die Tagesordnung getreten. Die Majorität scheint noch nicht geneigt, dem Gefühle die Grenzen zu schmälern; eine genaue, allgemeiner akzeptierte Abgrenzung dieses schwebenden Begriffs dürfte jedoch von allen Seiten her ersehnt werden. Dieses geleistet zu haben, traut sich die vorliegende Untersuchung nicht zu: sie bezweckt nur auf eine mögliche und, wie es scheint, natürliche Grenze zwischen Empfindung und Gefühl aufmerksam zu machen.

   I. Dem gewöhnlichen Sprachgebrauch bedeutet das Wort Gefühl vorerst das Angenehme oder Unangenehme des Bewußtseins. An diesen Gebrauch sich anschließend, unterscheiden die meisten Psychologen die Gefühle von den Empfindungen; jene sollen den Lust- und Unlustcharakter der Eindrücke hervorheben, sei es, daß derselbe als etwas Selbständiges gegenüber der Empfindung betrachtet wird oder nicht; diese deren übrigen Inhalt angeben. Weiter ist das Gefühl dem Sprachgebrauch ein dunkles, halbreifes Empfinden, ein konfuses, keimendes Vorstellen. Wollen die Menschen ausdrücken, sie haben eine Ahnung von irgend etwas gehabt, so sagen sie: »ich hatte ein Gefühl davon«; besonders häufig sind ästhetische, moralische und sogenannte intellektuelle Gefühle, eine Art keimender Urteile, Vorstufen der Erkenntnis. Diesem Gebrauch gemäß ist das Gefühl manchem Philosophen



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eine »cognitio intuitiva« (W o l f f); des Bewußtseins »Ausgangspunkt«, »die erste, zu allererst der Zeit nach sich entwickelnde Grundart des Bewußtseins« ¹); ein »instinktives Erkennen« ²); »der Grundprozeß alles Seelenlebens«, »der allgemeinste, einfachste und früheste seelische Prozeß« ³).
   Zur Kategorie der Gefühle werden somit in der üblichen Auffassung solche psychische Eindrücke gezählt,
   1) die Lust oder Unlust bedeuten;
   2) die unklar, unausgeprägt sind.

   II. Gesetzt, daß man das Wort Gefühl als wissenschaftlichen Begriff für eine Gattung Bewußtseinstatsachen behalten will, so fragt es sich zuerst, inwiefern die ersten der genannten Merkmale des Gefühls, also Lust und Unlust, nicht nur als selbständige, sondern auch als heterogene, von den Empfindungen prinzipiell verschiedene Elemente betrachtet werden können.
   Ältere Richtungen der Psychologie haben in der Lust und der Unlust keine selbständigen Bewußtseinserscheinungen, nur eine Seite, ein Attribut der Empfindungen und Vorstellungen, ähnlich ihrer Dauer, Intensität und spezifischen Qualität sehen wollen. Dergleichen Erklärungen dürften nicht mehr zu halten sein. Wir wissen, daß Lust und Unlust die gleichzeitig hervorgereizten Empfindungen in der Regel überdauern, daß sie bei nämlichen Reizen bald eintreten, bald ausbleiben, schließlich daß sie bei andauernden oder steigenden Reizen wechseln, unabhängig von den ziemlich gleichmäßig bestehenden Empfindungen. Nicht diesen kommt eine immanente Qualität von Lust oder Unlust zu, sondern Lust und Unlust entstehen selbständig, den körperlichen Reaktionen des gereizten Subjekts entsprechend. Und es dürfte sich herausstellen, daß ganz das Gegenteil dessen, was die genannte ältere Psychologie angenommen, tatsächlich stattfindet, nämlich daß nicht die Lust und die Unlust notwendig an die Empfindungen anknüpfen, sondern daß diese ursprünglich und bei jeder ungewöhnlichen Reizung als Folgeerscheinungen von Lust- und Unlustgefühlen eintreten, welche letzteren den ersten elementaren Effekt der Reize zu bilden scheinen.

   1) F i c h t e, Sämmtl. Werke. VII. S. 302.
   2) W u n d t, z. B. Menschen- und Tierseele¹. II. S. 43.
   3) H o r w i c z, Psychol. Untersuchungen. II, 2. S. 43, 46, 68.


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   Ist man also berechtigt, Lust und Unlust als selbständige Bewußtseinserscheinungen zu betrachten, so liegt hierin noch keine Entscheidung dessen, ob diese Eindrücke auch von anderen Bewußtseinselementen prinzipiell verschieden sind oder ob sie vielleicht als Empfindungen zu bezeichnen wären.
   Sehen wir zu, wie einige Führer der jetzigen Psychologie in dieser Frage Stellung nehmen. W u n d t macht aus den Gefühlen psychische Elemente für sich; er erblickt ihrer eine überaus große Mannigfaltigkeit, die er zur Zeit in drei verschiedenen Klassen — Lust-Unlust, Erregung-Beruhigung, Spannung-Lösung — unterbringt. Die Gefühlsvorgänge erklärt er als die allgemeine Reaktion des Apperzeptionsorganes ¹) auf Reizungen, deren spezifische Reaktionen die Empfindungen bilden ²). Auch
E b b i n g h a u s bezeichnet die Gefühle der Lust und Unlust als heterogene psychische Gebilde. Das Verhältnis der Gefühlsvorgänge zu denen der übrigen Bewußtseinsphänomene interpretiert er wie folgt: die Gefühle seien »Nebenwirkungen derselben Ursachen, die den begleitenden Empfindungen und Vorstellungen zugrunde liegen; so daß also gleichzeitig durch Einwirkung jener Ursachen auf gewisse Gebilde des Organismus der intellektuelle Effekt und durch Einwirkung auf andere Gebilde der dazu gehörige Gefühlseffekt hervorgebracht wird ³). S t u m p f verteidigt neuerlich die Auffassung Lust, Unlust und Schmerz, die »Gefühlsempfindungen«, wie er sie nennt, seien nichts weiter als eine spezifische Art von Empfindungen, den Haut- und Organempfindungen verwandt: »eine Klasse von Empfindungen, die vielleicht ihre Besonderheiten hat, wie jede Klasse solche besitzt, die aber in allen wesentlichen Eigenschaften und Gesetzlichkeiten sich wie die übrigen Klassen verhält« 4). Diese Auffassung, die der heutigen Physiologie entstammen dürfte, wo man immer mehr bemüht war, die tragenden Prozesse dieser »Gefühlsempfindungen« darzulegen 5), dehnt S t u m p f

   1) Worunter die Anhänger einer peripherischen Bewußtseinstheorie nicht nur das nervöse Zentralorgan, sondern den gesamten körperlichen Organismus subsumieren können.
   2) Phys. Psych.³ I. S. 535.
   3) Psychologie.² S. 566.
   4) Über Gefühlsempfindungen. Zeitschr. f. Psychologie. 44. S. 4.
   5) Man vergleiche am besten die eingehende Erörterung J o t e y k o s, Le
sens de la douleur. Bruxelles 1905.



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nicht auf das ganze Gefühlsleben aus; die Gefühlskomponenten der Gemütsbewegungen bilden ihm eine Ausnahme und er reserviert den Namen Gefühl ausschließlich für diese. Die Behauptung S t u m p f s, daß die Schmerzempfindung nur Affekte, kein Gefühlston von Unlust oder Lust begleiten ¹), dürfte nicht auf akzessorische Gefühlsempfindungen zielen, sondern er scheint hier das Wort Gefühlston, den »Ablehnungswert«
M ü n s t e r b e r g s, im alten Sinne einer von der Empfindung untrennbaren Qualität zu nehmen. Es ist ja nicht zu leugnen, daß Schmerzen einen sogar sehr starken Reaktionswert algedonischen Charakters besitzen; J a m e s bemerkt, es gebe Schmerzen, deren geringe Intensität und geringen Umfang wir zwar empfinden, die aber nichtsdestoweniger etwas so Verderbliches und Unnatürliches an sich haben, daß sich unser ganzes Wesen dagegen sträube. Und J a m e s schließt mit den Worten: »Man hat zu unterscheiden zwischen der primären Empfindung, die die innere Beschaffenheit des Schmerzes betrifft, und der Empfindung von seiner Unerträglichkeit, die sekundär ist und mit irradiierenden organischen Reflexen verknüpft zu sein scheint« ²). Auch eine Beobachtung K r ö n e r s ist in dieser Beziehung zu nennen: wenn man sich die Kniescheibe oder das Schienbein, schreibt er ³), gegen einen harten Gegenstand stößt, »so wird man zuerst eine Empfindung der stattgehabten Berührung haben. Fast unmittelbar darauf — nicht ganz gleichzeitig — fühlt man einen heftigen Schmerz an der getroffenen Stelle, der sich mehr oder weniger über den Unterschenkel zu verbreiten scheint; und endlich, nach Verlauf wieder einer kurzen Zeit, die aber etwas länger ist als die zwischen Empfindung und Schmerzgefühl verstrichene, stellt sich ein sehr starkes Gefühl von Übelkeit und allgemeiner Körperlähmung ein, das sich fühlbar über den ganzen Leib verbreitet, zuletzt die oberen Extremitäten ergreifend. Bei einigem Aufmerken kann man die drei Stadien dieses Vorganges sehr leicht an sich beobachten. Ähnliche Erscheinungen treten überhaupt fast bei jedem starken Reize auf. Ich bemerke dabei ausdrücklich, daß dieses sekundäre Gemeingefühl nichts mit dem Phänomen zu schaffen hat, welches man die Irradiation des Schmerzes nennt, indem ihm ein schmerzhafter Charakter gar nicht

   1) Cit. op. S. 16—17, 20.
   2) The Physical Basis of Emotion. Psych. Review. 1894.
   3) Das körperliche Gefühl. S. 106.



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zukommt«. Wie diese Unlustreaktion der Schmerzreizung häufig in Affekte mündet, hat jedermann erfahren.
   Abgesehen von der Einschränkung den Affekten gegenüber, auf die wir unten zurückkommen, dürfte die genannte Abgrenzung S t u m p f s, jedenfalls wenn die physiologischen Tatsachen, die sie begründen, endgültig erwiesen sein werden, auch in der Psychologie allgemeine Anerkennung finden. In der Tat ist es an der Zeit, die herkömmliche und lediglich konventionelle ¹) Gruppierung, nach der man Schmerz, Unlust und Lust — die a l g e d o n i s c h e n Eindrücke mit dem deutlichen, auch von
S t u m p f genehmigten Ausdruck B a l d w i n s — den Gefühlen zuordnete, aufzugeben und diese Eindrücke als echte Empfindungen zu betrachten, deren spezifische Qualität eben Lust und Unlust ist. Daß sie sich wie Wärme und Kälte, Hunger und Sättigung, in gegensätzlichen Richtungen äußern, daß sie teilweise von wenig bestimmten räumlichen und ursächlichen Vorstellungen begleitet werden, bildet keinen Grund, sie als Gefühle von den Organempfindungen zu unterscheiden. Übrigens sei bemerkt, daß Unlust und Lust, ebensowenig wie Wärme und Kälte, Schwarz und Weiß eine und dieselbe Empfindungsart bedeuten müssen; vielmehr dürfte die Lust, die jeglichem normalen Funktionieren beiwohnt, anderen Prozessen entstammen als die immer pathologisch auftretende Unlust. Wenn auch der Lust und der Unlust das zweite übliche Gefühlsmerkmal, der Charakter eines undifferenzierten, konfusen Bewußtseinsinhaltes häufig zukommt, so ist dasselbe mit den meisten Organempfindungen der Fall ²), und bei genügender Stärke lassen sich diese Eindrücke gut für sich bestimmen und auf einzelne Körperstellen beziehen. Der unentwickelte Bewußtseinscharakter der algedonischen Eindrücke wird die Ursache sein, weshalb diese sich schwieriger als ausgeprägte Empfindungen in der Form von Vorstellungen reproduzieren lassen: das Vorstellen hängt ja immer von der Deutlichkeit des zu reproduzierenden Eindruckes ab. Auch muß bemerkt werden, daß das Wachrufen von algedonischen Vorstellungsbildern in manchen Fällen gut gelingt ³). Der letztgenannte Umstand eignet sich somit auch nicht, die algedonischen Eindrücke als Gefühle von anderen prinzipiell abzusondern.

   1) Vgl. F r e y, Die Gefühle. S.14. E b b i n g h a u s, cit. op. S. 564, 566.
   2) Vgl. unten S. 460.
   3) Vgl. E b b i n g h a u s, cit. op. S. 553. S t u m p f, cit. op. S. 23—26.


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   Wenn man weiter dem Gefühle Bewußtseinserscheinungen, wie sogenannte Strebungsgefühle, Notwendigkeitsgefühle, Gefühle der Erwartung, des Zweifels, der Verwunderung, der Erregung, die vielfach weder als angenehm noch als unangenehm zu bezeichnen sind, zurechnen will, so reicht der Lust- oder Unlustcharakter nicht aus, den Gefühlsbegriff zu bestimmen. Diese algedonisch gleichgültigen Gefühle aber ohne weiteres aus der Gefühlskategorie zu eliminieren, wäre eine Gewalttat dem Sprachgebrauch gegenüber, die, wenn nur möglich, zu vermeiden ist. Indessen erübrigt es, das andere der erwähnten Merkmale des Gefühls, das der Unausgeprägtheit, der mangelnden Deutlichkeit, auf dessen Anwendbarkeit zum Feststellen eines Gefühlsbegriffs zu prüfen.

   III. Bekanntlich macht die Sprache einen nicht zu übersehenden Unterschied zwischen Empfindung und Gefühl. Empfinden tut man bestimmte, lokalisierte Eindrücke, fühlen dagegen dumpfe, verbreitete; Empfindung wird mit Vorliebe von den spezifischen äußeren Sinnen gebraucht, Gefühl von Eindrücken der inneren Organe, von Stimmungen und Affekten. Sobald ein Gefühl besser erkannt und auf eine umgrenzte Körperstelle verlegt wird, nennt man es Empfindung: das ungreifbare Unlustgefühl wird genaue Unlust- oder Schmerzempfindung; das diffuse Lustgefühl wird, wenn gesteigert und lokalisiert, als Wollust bezeichnet; aus dem Gemeingefühl tauchen spezielle Organempfindungen auf. Immer hat das Wort Gefühl etwas Schwebendes, etwas weniger Scharfes an sich; der zusammengesetzte Ausdruck Unlustgefühl z. B. bedeutet nur etwas Unangenehmes, ist bedeutend milder als das einfache Wort Unlust. Es wäre somit dem Sprachgebrauch Genüge zu tun und zwischen den vollentwickelten Bewußtseinserscheinungen und den unbestimmten, anscheinend keimenden Bewußtseinselementen einen gerechtfertigten Unterschied zu befestigen, wenn man dem Gefühlsbegriff der wissenschaftlichen Terminologie den Sinn des Bewußtseins im Werden, einer angehenden dumpfen Empfindung — ob algedonischen Inhalts oder nicht — eines unentwickelten, dunkeln Erkennens beilegen wollte.
   Gefühl dürfte demnach am besten e i n  u n a u s g e p r ä g t e s  B e w u ß t s e i n bedeuten, d a s  d e n  C h a r a k t e r  e i n e r  k e i m e n d e n,  u n l o k a l i s i e r t e n  E m p f i n d u n g  besitzt ¹). L u s t  u n d  U n l u s t,

   1) Diese Auffassung stimmt wesentlich mit der mir erst nachträglich
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die häufig, wie Organempfindungen überhaupt, unbestimmt, halbreifen Empfindungen gleichend, auftreten, s o l l t e n  s o m i t  G e f ü h l e  (u n d  z w a r 
a l g e d o n i s c h e  G e f ü h l e)  n u r  s o l a n g e  h e i ß e n,  a l s  s i e  n i c h t 
l o k a l i s i e r t, m e h r  o d e r  w e n i g e r  g e n a u  a u f  d e n  K ö r p e r 
b e z o g e n  w e r d e n;  w o  d i e s e s  g e s c h ä h e,  w ü r d e n  s i e 
a l g e d o n i s c h e  E m p f i n d u n g e n  g e n a n n t. 
   Unser Bewußtseinsleben scheint tatsächlich mit einem Nebel von unausgeprägten Eindrücken, Gefühlen, zu beginnen; erst aus diesen gehen Empfindungen, die ja von erworbenen Reaktionsweisen abhängen und ein Vergleichen und Erkennen in sich schließen, hervor. Das genetische Primat des Gefühls, und zwar der algedonischen Gefühle, ist von H o r w i c z verteidigt worden und dürfte für das Gefühl im Sinne des unentwickelten Bewußtseins nicht zu bezweifeln sein. Alle Empfindung ist ihm ursprünglich Gefühl; »erst durch eine Reihe von Prozessen, die wir als Gewöhnung (passive und aktive), Erinnerung und Lokalisation, Projektion und Apperzeption bezeichnen, wird das ursprünglich nur subjektiv Angenehme und Unangenehme objektives Wahrnehmen« ¹). Auch von W u n d t, der H o r w i c z in einer lesenswerten Polemik entgegengetreten ist ²), sind Aussprachen vorhanden, welche diese Tatsachen anerkennen. »Nun ist wohl zuzugeben«, erklärt er in der genannten Polemik ³), »daß den ausgebildeten Vorstellungen und Gefühlen unentwickelte innere Zustände vorangehen werden, die sich nicht vollständig decken mit dem, was wir im ausgebildeten Bewußtsein antreffen. Aber ob es angemessen ist, diese unbestimmten Zustände, welche die Anlage zu allen späteren Entwicklungen in sich schließen, Gefühle zu nennen, ist eine andere Frage«. Eingehender erörtert W u n d t diesen Sachverhalt in seinem Grundriß der Psychologie 4). »Erhebt sich«, schreibt er, »irgend ein psychischer Vorgang über die Schwelle des Bewußtseins, so pflegen die Gefühlselemente desselben,

bekannt gewordenen von W a s h b u r n überein, wie dieselbe im Archiv für die gesamte Psychologie, VIII, S. 77, referiert wird.
   1) Cit. op. II, 1. S. 4.
   2) Vierteljahrschrift für wiss. Philosophie. III.: W u n d t, Über das Verhältnis der Gefühle zu den Vorstellungen; H o r w i c z, Das Verhältnis der Gefühle zu den Vorstellungen und die Frage nach dem psychischen Grundprozesse; W u n d t, Psychologische Tatsachen und Hypothesen.
   3) Vierteljahrsschrift. III. S. 137.
   4) 5. Aufl. S. 258.



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sobald sie die hinreichende Stärke besitzen, zuerst merkbar zu werden, so daß sie sich bereits energisch in den Blickpunkt des Bewußtseins drängen, ehe noch von den Vorstellungselementen irgend etwas wahrgenommen wird. Dies kann sowohl bei der Einwirkung neuer Eindrücke wie bei dem Wiederauftauchen früherer Vorgänge stattfinden. Es entstehen so jene eigentümlichen Stimmungen, von deren Ursachen wir uns meist keine Rechenschaft geben können, und die bald den Charakter der Lust oder Unlust, bald vorzugsweise den der Spannung an sich tragen.« Von jüngeren Spezialforschern mag O p p e n h e i m e r zitiert werden; er legt dem Gefühl eine beträchtliche Rolle für das Zustandekommen des Bewußtseins bei und fragt sich, ob nicht auf Grund dieser Auffassung die ganze Lehre vom Bewußtwerden anders zu gestalten sei ¹). Den gleichen Standpunkt vertritt H. M.  S t a n l e y; er behauptet, daß wir immer Gefühlseindrücke, worunter er lediglich Lust und Unlust versteht, früher empfinden als die von gleichen Reizen stammenden Empfindungen; der Anfang jedes Bewußtseins wären nicht, wie gemeiniglich angenommen wird, reine Empfindung mit Lust oder Unlust als Begleiterscheinungen, sondern undifferenzierte körperliche Gefühle, an welche die Empfindungen anknüpften ²).
   Für das keimende, noch unausgeprägte Bewußtsein hat neulich O r t h, an M a r b e anknüpfend, den Namen B e w u ß t s e i n s l a g e vorgeschlagen ³); bei W u n d t kommt für entsprechende Zustände das Wort G e m ü t s l a g e vor 4). Die Bewußtseinslage sollte »das wirklich nicht Analysierbare im Bewußtsein« angeben, also alles, was nicht als ein ausgeprägtes Bewußtseinsphänomen erkannt werden kann. Als Beispiel nennt O r t h u. a. schnelles Kopfrechnen; die Zeit des Rechnens werde von einem dunklen Bewußtsein, das Vorstellungen von Ziffern nicht gleichkommt, ausgefüllt. Diese Bewußtseinslage, die ja bei jeder Denktätigkeit vorliegt und sich mit dem »Empfinden des Arbeitens im Kopfe« V o g t s decken dürfte, scheint am besten als Tätigkeits- und Spannungsgefühle gekennzeichnet werden zu können; derselben Art ist die Bewußtseinslage bei Gefühlen der Erfüllung oder

   1) Physiologie des Gefühls. S. 119.
   2) Evolutionary Psych. of Feeling. S. 64.
   3) Gefühl und Bewußtseinslage. Diss. Zürich 1903.
   4) Grundriß.5 S. 258.

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Lösung, des Zweifels, der Wiedererkennung. Als Gefühl ist auch die Bewußtseinslage beim »unmittelbaren Wissen« O r t h s zu kennzeichnen, das, wie ich meine, vorliegt, wenn wir etwas merken oder uns erinnern und darnach unmittelbar, jedem entwickelten Bewußtsein voran handeln: so wenn wir am Rande des Grabens stehen bleiben, bevor wir desselben gewahr geworden, oder wenn wir zusammenschrecken, bevor wir den Knall der Explosion gehört, überhaupt eine Gefahr parieren, deren wir noch nicht bewußt sind. Für den, der die Gefühlsvorgänge als körperliche Aufnehmungsreaktionen, als das Bewußtseinsäquivalent der Reflexe, durch die der Körper dem Reiz begegnet, betrachtet, kommt diese sogenannte Bewußtseinslage unzweifelhaft Gefühlen gleich; auch dürfte es als das Zweckmäßigste erscheinen, die halbbewußten Zustände dieser Bewußtseinslage, die ganze Stufe des Bewußtwerdens bis zur Empfindung und Vorstellung hinauf, Gefühl zu nennen.

   IV. Noch ist zu besprechen die Neigung mehrerer Psychologen, die Gefühle von den Empfindungen auf Grund der dieselbe begleitenden, besonders ursächlichen Vorstellungen zu sondern. Gefühle wären Eindrücke, deren Qualität nur, wenn irgend überhaupt, auf das fühlende Selbst bezogen würde, während die Qualität der Empfindungen auf äußere Ursachen projiziert würde. Wenn man Einteilungsgründen dieser Art folgte, müßte man folgende Gruppen von Eindrücken unterscheiden:
   1) Solche, die wir nur auf äußere Objekte projizieren (Empfindungen des Gesichts und Gehörs);
   2) Solche, die wir sowohl auf äußere Objekte als auf uns selbst projizieren (Empfindungen des Geruches,  des Geschmackes und der Hautsinne);
   3) Solche, die wir nur auf uns selbst projizieren (Organ- und algedonische Empfindungen und Gefühle).
   Diese Einteilung wäre aber weder genau noch stichhaltig. Auch Organempfindungen und Gefühle werden nämlich, wenn auch seltener — weil sie durch Vorgänge im Körperinneren angeregt werden, die nicht augenfällig äußeren Reizen entstammen —, auf die Außenwelt bezogen; wie wir die Farben den Gegenständen selbst zuschreiben, so legen wir den Dingen Schönheit und Güte oder Schlechtigkeit und Widerlichkeit bei, also den lust- oder



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unlustvollen Eindruck, den sie auf uns machen. Diese Verlegung der algedonischen Qualität in das Objekt vereitelt auch die bekannte K a n t sche Definition des Gefühls der Lust und Unlust als desjenigen Subjektiven an einer Vorstellung, das gar kein Erkenntnisstück werden kann. Gewiß bringen uns die algedonischen Eindrücke Erkenntnis: sie unterrichten uns von dem Effekt der Reize auf unseren Körper. Und diese Eindrücke werden sogar, wie auch die Organempfindungen, denen ja die Projektion ebenso abgehen sollte, auf äußere Reize, von denen sie gar nicht stammen, zurückgeführt: so klagen wir, wenn wir an Atemnot leiden, über schlechte Luft, beim Schwitzen über Wärme der Kleider, im Wechselfieber über Kälte des Zimmers, bei Müdigkeit über Schwere getragener Gegenstände.
   Wie wenig erkenntnistheoretische Gründe sich für die Abgrenzung psychischer Elementarerscheinungen empfehlen, erhellt aus diesen Beispielen zur Genüge. Das Projizieren hängt von erworbener Fähigkeit, von einem Zusammenwirken vieler Erfahrungen ab; jede lokalisierte Empfindung ist ein Totalprodukt partieller Eindrücke, ein psychisches Ganzes, das auch Vorstellungen enthält. »Ein Psychologe«, wendet
S t u m p f triftig ein, »der die verwickelten Erfahrungen, wie sie sich an die verschiedenen Klassen von Empfindungen und an die Bedingungen ihres Auftretens knüpfen, in die Beschreibung dieser Elemente selbst hineinträgt, begeht ein Hysteron proteron, einen psychologischen Fehlschuß’. Man muß das, was die Farbe zur Farbe, den Schmerz zum Schmerz macht, seiner inneren spezifischen Natur nach beschreiben und unterscheiden, nicht aber mit Rücksicht auf die Deutungen, die diesen Erscheinungen im Laufe des Lebens und unter Mitwirkung der Erfahrung gegeben werden ¹).«
   Freilich könnte man gleiche Einwände gegen das oben zwecks Unterscheidung der Gefühle von den Empfindungen gewählte Merkmal der Lokalisation erheben. Auch die Lokalisation ist ja nichts den Eindrücken ursprünglich Einwohnendes, auch sie hängt von erworbener Erfahrung und von assoziativ entstehenden Teileindrücken, besonders der Gesichts- und Muskelsinne ab. »Die ,Unbestimmtheit’ vieler innerer Empfindungen«, schreibt M e u m a n n ²),

   1) Cit. op. S. 10.
   2) Zur Frage der Sensibilität der inneren Organe. Archiv für die ges. Psychologie. IX. S. 57.

                                        30*



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»ist gar nichts anderes als ihre unbestimmte Lokalisation«; und diese »ist sicher nicht den inneren Empfindungen selbst zur Last zu legen, sondern dem Umstände, daß wir die Organe, in denen sie ausgelöst werden, nicht kennen, insbesondere nicht sehen, daß uns keine G e s i c h t s v o r s t e l l u n g von ihnen unterstützt«. Wenn man aber, wie hier empfohlen worden, nur dem Entwicklungsgrade des Bewußtseins nach zwischen Gefühl und Empfindung unterscheidet, also in jenem lediglich halbreife, unausgeprägte Bewußtseinsvorgänge, in diesem schon eine Synthese, eine Auslegung vieler Teilreize erblickt, so dürfte das Prinzip der Lokalisation dennoch vortrefflich geeignet sein, die fragliche Grenze zu markieren.

   V. Daß man den A f  f e k t, der ja ein Sammelname für verschiedene Bewußtseinserscheinungen ist, die nur insoweit zusammengehören, als sie als Wirkungen einer und derselben Reizung ablaufen, nicht nur als Gefühle besonderer Art, die immer von Vorstellungen durchsetzt werden, bezeichnet, sondern ihn vielfach als ein eigenartiges Bewußtsein neben den Gefühlen ansieht, dürfte dem Umstand zuzuschreiben sein, daß beim Affekt einerseits die Gefühle, die den Hintergrund des Bewußtseins erfüllen, weniger ausgesprochen den Charakter der Lust-Unlust als den der Erregung aufweisen, andererseits Vorstellungen die Richtung der Aufmerkkeit ganz in Anspruch nehmen.
   Das algedonisch gefärbte Erregungs- und Gemeingefühl des Affekts als eine besondere Gefühlsklasse zu bezeichnen und z. B. A f f e k t g e f ü h l zu nennen, mag berechtigt sein; nur darf man dessen entschiedenen Gefühlscharakter nicht verkennen. Dieses Affektgefühl wäre physiologisch vielleicht als »Nebenwirkung von Modifikationen des Blutkreislaufes im Gehirn« (S t u m p f) zu deuten, ist aber schwerlich ein Bewußtseinselement für sich, irgend etwas der Art nach von unreifen, nicht erkannten Eindrücken, also Gefühlen, Verschiedenes, einerlei, ob diese Gefühle algedonischer Natur sind oder nicht. An einem Katermorgen nehmen wir Unlust im Kopf, im Rachen, im Magen wahr; an diese Empfindungen knüpft sich ein unlokalisierbares Gemeingefuhl, das wir nicht als körperliche Übelkeit bestimmen, sondern das uns als Gefühl des Ernstes, der Ängstlichkeit, der Reue, der Schwermut mit allerlei selbstanklagenden Vorstellungen quält. Diese schwer bestimmbare



Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs                   461

Gefühlsseite des Affekts kann sich einzeln zu algedonischen und anderen körperlichen Empfindungen differenzieren, tut es aber selten erschöpfend: wo jedoch dies geschieht,
w o  d a s  n i c h t  z u  e r h a s c h e n d e  A f f e k t g e f ü h l  a l s  d e m  K ö r p e r 
e n t s t a m m e n d  e r k a n n t  w i r d,  d a  w i r d  a u c h  d e r  A f f e k t z u s t a n d  a u f g e h o b e n. Die Angst, die z. B. hysterische Zustände oder Störungen der Herztätigkeit begleitet, ist, bemerkt E b b i n g h a u s ¹), nicht der A f f e k t der Angst, sondern »eine völlig unerklärliche, gleichwohl aber sehr lebhafte, elementare und reine Angstempfindung«. Eben das Erkennen der körperlichen Ursache macht hier das Gefühl zur Empfindung.
   Auch beim Affekt scheidet somit das genannte Abgrenzungszeichen der Lokalisation das Gefühl von dem klaren, vollentwickelten Bewußtsein. R é e s Aphorismus vom Gewissen trifft bei jedem Affekte zu: wie der Held in der Fabel bleibt der Affekt nur so lange bei uns, als wir nicht fragen, woher er stammt; er verläßt uns, wenn wir diese Frage stellen.
   Bevor sie auf den Körper bezogen werden, sind die Gefühlselemente der genannten krankhaften Angst von denen der durch Vermittelung von Vorstellungsprozessen entstandenen Angst nicht verschieden. »Intelligente Neurastheniker«, berichtet
S t ö r r i n g, »die an pathologischen Angstanfällen leiden, in denen sie Angst haben,
o h n e  A n g s t  v o r  e t w a s  z u  h a b e n, konstatieren, daß diese Angstzustände von derselben Qualität sind wie die normalen Angstzustände, welche auf ein vorgestelltes Objekt als ihre Ursache bezogen werden.« Aus diesem Beispiel erhellt schon, wie unzulässig es ist, das Affektgefühl als immer integrierend von Vorstellungen abhängig zu charakterisieren. Im Gegenteil scheinen diese Vorstellungen von den Gefühls Vorgängen bedingt zu sein und häufig nur eine verkehrte Auslegung der Gefühle zu bedeuten. Das Unglücklichsein ohne Grund, das ein Kennzeichen der Nervenschwäche ist und worunter die Gesündesten bei großer Hitze und gewitterschwüler Luft mitunter leiden, ist von durch Vorstellungsprozesse eingeleiteter Niedergeschlagenheit gar nicht zu unterscheiden. Die Hypochondrie der mangelhaften Verdauung, die Lustaffekte der Abendfrische oder des Rausches, die affektive Erregung, die bei a l l e n Reizen, auf die die Organe nicht gefaßt

   1) Cit. op. S. 429.



462                Rolf Lagerborg, Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs.

sind, einsetzt, kurz jede Affekterscheinnng ist primär und wesentlich körperlich bedingtes Gefühl. Die Beteiligung eines bewegten Vorstellungslaufes mag als Kern der Affektzustände aufgefaßt werden, das Zustandekommen der Affekte aber hängt von dieser Beteiligung nicht ab, noch werden die Gefühlskomponenten derselben von den Vorstellungen gekennzeichnet. Wenn man sich an etwas stößt oder wenn man jemandem etwas übel nimmt, können die Affektgefühle des eintretenden Ärgers die gleichen sein; ebenso wenn man durch Zahnschmerzen oder durch ein Mißgeschick in Raserei und Verzweiflung gerät. Aus den beteiligten Vorstellungen die Affektgefühle, sei es als heterogene psychische Elemente, sei es nur als eine ausschließlich an Vorstellungen gebundene Gefühlsgattung zu definieren, scheint somit nicht angängig. Das spezifische Affektgefühl, das sich als eine Erregungsbestimmtheit des gesamten Bewußtseins äußert, dürfte einfach als eine Art Gefühl neben algedonischen und anderen Gefühlen zu bezeichnen sein. »Eine richtige Klassifikation«, hat S t u m p f geschrieben, »ist eine zweckmäßige Klassifikation, d. h. eine solche, nach welcher die Tatsachen eines Gebietes sich zwangloser und einfacher als bisher ordnen und nach welcher weniger Hilfshypothesen erforderlich sind, um sie unter Gesetze zu bringen.«



I n h a l t  d e s  4. H e f t e s.

Abhandlungen:

BÜHLER, KARL, Tatsachen und Probleme zu einer Psychologie der
Denkvorgänge. I. Über Gedanken…..........................................................................297
BENUSSI, VITTORIO, Zur experimentellen Analyse des Zeitvergleichs.
I. Zeitgröße und Betonungsgestalt. (Mit 12 Figuren im Text)..............................366
LAGERBORG, ROLF, Zur Abgrenzung des Gefühlsbegriffs.................................450
WEISS, OTTO, Die Registrierung der menschlichen Herztöne durch Seifen-
häutchen. (Mit 2 Figuren im Text)…........................................................................463
LINKE, P., Bemerkungen zur D ü r r schen Kritik meines Würzburger Vertrags
(»Neue stroboskopische Versuche«)........................................................................468
Gesellschaft für experimentelle Psychologie…........................................................471

Literaturbericht:

G r u n d b e g r i f f e  d e r  K u n s t w i s s e n s c h a f t  am Übergang vom
Altertum zum Mittelalter kritisch erörtert und in systematischem
Zusammenhange dargestellt von A u g u s t  S c h m a r s o w. (J. Segal)…........137

Referate:

J o h n  F.  S h e p a r d, Organic Changes and Feeling. (M. Kelchner.)…..........148
M a x  G e i s e r, Welche Bestandteile des Kaffees sind die Träger der
erregenden Wirkung? (M. Kelchner.)…..................................................................151
R i c h a r d  B ä r w a l d, Psychologische Faktoren des modernen Zeitgeistes.
(Ettlinger.)…................................................................................................................152
D r.  H e r m a n n  S w o b o d a, Harmonia animae. (Theodor Lessing.)…......153
L o r e n t z e n, Der Odenwald in Wort und Bild. (Hielscher.)............................154
P r o f.  D r.  A.  G r a m e r, Über Gemeingefährlichkeit vom ärztlichen
Standpunkt aus. (Dannenberger.)............................................................................155
D r.  K a r l  H e i l b r o n n e r, Die strafrechtliche Begutachtung der Trinker.
(Dannenberger.)..........................................................................................................155
D r.  B.  L a q u e r, Trunksucht und Temperenz in den Vereinigten Staaten.
(Dannenberger.)..........................................................................................................157

Verlag von Wilhelm Engelmann in Leipzig

Psychologische Untersuchungen


herausgegeben von

Theodor Lipps
gr. 8.
           
                Bis jetzt sind erschienen:

I. Band, 1. Heft: L i p p s, Bewußtsein und Gegenstände                  M 5.60
I. Band, 2. Heft: v.  A s t e r, Untersuchungen über den logischen Gehalt des Kausalgesetzes                                    M 3.40
1. Band, 3. Heft: G e i g e r, Methodologische und experimentelle Beiträge zur Quantitätslehre. Mit einer Tafel.                              M 5.—





Druck von Breitkopf & Härtel in Leipzig.